Wunderschönes Südafrika

4 Jan 2013

Bevor ich nun mit meinem Südafrika Reisebericht beginne, möchte ich anmerken, dass ich hiermit nur einen groben Überblick meiner Reise schaffen möchte. Wenn ich alle Eindrücke und Erlebnisse schildern würde, könnte ich womöglich ein halbes Buch verfassen. Ganz nach dem Motto “Bilder sagen mehr als tausend Worte” werden hier in Kürze einige Fotos zu sehen sein.

 

Start: 18.12.2012 – Ende: 04.01.2013

 

 

 

Destinations:

  • Cape Town

  • Hermanus

  • Knysna

  • Jeffreys Bay

  • Port Elizabeth

  • Johannesburg

  • Graskop

  • Kruger National Park

 

Zurückgelegte Strecke mit dem PKW: 4100 km

 

Cape Town:
Nach fast elf Stunden von München aus, landeten wir nach einem angenehmen Flug mit Lufthansa in Kapstadt. Nun war es endlich soweit, was würde uns erwarten? Wir nahmen an der AVIS Station unseren VW Polo Vivo entgegen, und ich versuchte mich das erste Mal im Linksverkehr. Ungewohnt war es schon, aber man gewöhnte sich schnell daran. Auf dem Weg vom Flughafen in Richtung “Ocean View House” kamen wir an den ersten Townships vorbei. Es war schon erschreckend zu sehen wie die arme Bevölkerung hier lebt. Als wir näher an Cape Town-Downtown heran kamen, mussten wir das erste Mal staunen. WOW der Tafelberg!!! Der gigantische Berg am Fuße dessen Kapstadt liegt, ist faszinierend und gibt der Stadt nochmals eine spezielle Note. Wir hatten in Cape Town-Bakoven ein traumhaftes Gästehaus, man konnte sogar vom Frühstückstisch auf der Terrasse die Wale umher springen sehen. Um einen ersten Eindruck von Kapstadt zu bekommen, machten wir am ersten Tag von der Tafelberg-Talstation eine zweistündige Tour mit einem Sightseeing-Bus. Bevor es jedoch los gehen konnte, mussten vorerst noch schnell zwei Sonnenhüte gekauft werden. Die Sonne knallte wahnsinnig, und schließlich wollten wir einen Sonnenstich vermeiden und unsere winterliche Haut nicht gleich völlig strapazieren. Während unserer Zeit in Cape Town besichtigten wir die Stadt mit Umgebung. Fester Bestandteil war ein Ausflug auf den Tafelberg, die Erkundung der Kap-Halbinsel mit dem “Kap der guten Hoffnung” sowie ein Ausflug in die Winelands. Kapstadt ist eine wunderschöne Stadt in dessen Arm und Reich dicht aufeinander leben. Dazu muss gesagt sein, dass wir uns bei Tag und bei Nacht immer sehr sicher fühlten. Es gab keinerlei negative Vorfälle!!! Ganz im Gegenteil, wir wurden immer sehr freundlich und mit großem Respekt von den Einheimischen behandelt. Ich lege jedem eine Reise nach Kapstadt ans Herz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hermanus:
Während unserer Südafrika Reise machten wir einen Halt in Hermanus, der Hauptstadt der Wale. Hier machten wir bei doch starkem Wellengang eine Bootstour bei dieser wir einige der Riesensäuger zu Gesicht bekamen. Ein Wal tauchte plötzlich aus dem Nichts, genau neben unserem Boot, auf. Hier sah man einmal wie riesig diese Meeressäuger doch sind. Anschließend fuhren wir von Hermanus aus an das Cape Agulhas, hier ist die geografische Grenze zwischen dem Indischen- und Atlantischen Ozean. Zugleich ist das Cape Agulhas der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents.

 

 

 

 

 

 

 

 

Garden Route:
Nach unserem Stop in Hermanus ging es in Richtung Garden Route. Den ersten Stop legten wir in der Lagunenstadt Knysna ein. Von hier aus besuchten wir den Regenwald in der Wilderness-Area des Garden Route National Parks. Hier kam man sich auf einmal vor wie in einer anderen Welt. Naja, schließlich sind wir ja im Regenwald. Wir wanderten mit großen Augen den Kingfisher Trail entlang, hier musste auch ein Fluss mit einem Floß überquert werden. Von Knysna aus starteten wir auch unsere Tour in die Tsitsikamma-Area, auch ein Gebiet des Garden Route National Parks. Hier besuchten wir die Hängebrücken des Storms Rivers. Die Gegend ist atemberaubend, Natur pur. Auf dem Rückweg wollten wir uns den 600 Jahre alten Yellow-Wood-Baum anschauen, der Stamm des Baumes soll einen Durchmesser von 6m haben. Leider verfuhren wir uns hierbei etwas und mussten uns dabei einen Weg durch die kaum befahrbare öffentliche Landstraße bahnen. Ja, die Straßen können hier etwas anders sein als bei uns in Deutschland. Ein Jeep oder ein Kettenfahrzeug wäre hier sehr hilfreich gewesen. Den Baum bekamen wir leider nicht zu sehen, ein Abenteuer war es trotzdem.
Das zweite Ziel auf der Garden Route war Jeffreys Bay. Der kleine Ort ist weltweit durch das hier vorhandene Surfgebiet bekannt. Da wir leider nicht surfen können, hat uns der Ort nicht ganz so von den Socken gehauen. Hier nächtigten wir im “Island Vibe Backpackers”. Das war sicherlich die erste und letzte Backpackers Unterkunft die wir gebucht hatten. Ich möchte diese Unterkünfte nicht schlecht reden, aber unser Ding war und ist es einfach nicht. Das einzige Tolle war, der direkte Ausblick auf das nur 100m entfernte Meer. An unserem ersten Tag in JBay machten wir einen gemütlichen Strandspaziergang bei dem wir einige Muscheln sammeln konnten, und stöberten durch die Factory Stores von BillaBong, Quicksilver etc.. Am zweiten Tag wollten wir von Jeffreys Bay aus unseren Trip in den Addo National Park starten, wir entschieden uns jedoch vorerst frühzeitig unsere Unterkunft zu verlassen und eine Neue in der Nähe von Port Elizabeth zu beziehen. Einerseits unterkunftsbedingt, andererseits würden wir etwas Zeit gewinnen, da am Folgetag unser Weiterflug von PE aus nach Johannesburg schon um 08:20Uhr startete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Port Elizabeth / Addo National Park:
Unser Ziel war es eine neue Unterkunft direkt in Port Elizabeth am Flughafen zu bekommen, jedoch war das einzigste Hotel komplett belegt. Also fuhren wir in das ca. 4km entfernte PE-Summerstrand, hier wurden wir zufällig auf das “Summer Blue Guesthouse” aufmerksam. “Ding Dong” haben sie zufällig noch ein Zimmer frei? Baubie Richards, die Besitzerin, sicherte uns sehr sehr herzlich ein Zimmer zu.
Juhu, unserer ersten Safari stand nichts mehr im Wege. Schnell noch die Koffer ausgeladen und ab in Richtung Addo National Park. Nach ca. einer Stunde Fahrzeit erreichten wir den Addo. Während unserer Anfahrt machten wir uns nochmals über den National Park schlau und erfuhren auch, dass hier sogar die Big-7 zuhause sind. Wir waren gespannt!!! Nach ganzen sieben Stunden Game-Drive bei ungefähr 40°C machten wir uns begeistert auf den Heimweg. Wir sahen Addo-Elefanten, Zebras, Kudus jede Menge Warzenschweine und anderes Getier. Hier wurde es uns erstmal so richtig bewusst, that’s not a Zoo, taht’s Wildlife!!! Der Addo war eine nette Einstimmung für unsere Zeit im Kruger National Park. Wir können den Addo National Park super für einen Tagesausflug empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannesburg / Panorama Route / Blyde River Canyon:
Am 28.12.2012 nahmen wir Abschied vom südlichen Südafrika und flogen mit etwas Verspätung mit South African Airways von Port Elizabeth aus nach Johannesburg. Wir waren von der Beinfreiheit bei SAA im Vergleich zur Lufthansa sehr begeistert. Gut in Johannesburg angekommen, ging es zur Mietwagenübernahme zu Hertz. Na super, Hertz hatte keine Fahrzeuge verfügbar, nun mussten wir auf Fahrzeugrückgaben warten. AVIS und Europcar hatten im Vergleich noch den ganzen Stall voll Autos. Als wir nach vier Stunden immer noch kein Auto hatten wurde es uns zu bunt. Wir stornierten unsere Reservierung und hatten anschließend zehn Minuten später von Europcar unser Fahrzeug. Nun ging es mit einem kleinen Umweg über Pretoria (Hauptstadt von Südafrika) in Richtung “Thaba Tsweni Lodge” nach Graskop. Wir hatten eine Fahrzeit von ca. fünf Stunden vor uns. Durch unsere Verzögerung am Flughafen brach allmählich die Dunkelheit ein. Das Pech wollte jedoch nicht von unserer Seite weichen. 100km vor unserem Ziel trat das ein, was wir uns nie erhofft hatten. Bei fast eingetretener Dunkelheit war es dann leider doch soweit, auf der hervorragend ausgebauten Landstraße mit 80kmh durch ein sattes Schlagloch, und platt war der linke Vorderreifen. Nun war Eile geboten, alle Koffer und Taschen raus aus dem Kofferraum, Ersatzrad raus und Attacke. Bis Sabby das Warndreieck in Stellung gebracht hatte, war der Reifen gewechselt. Ich hatte noch nie in so kurzer Zeit ein Rad gewechselt. Nach guten zehn Minuten konnte die Fahrt glücklicherweise durch die menschenleere Pampa fortgesetzt werden. Gegen 21:00Uhr trafen wir dann endlich in unserer Unterkunft ein. Als Entschädigung hatten wir hier in Graskop eine super große und schöne Lodge mit Terrasse und Backsteingrill. Was für ein Abenteuer!!! Es geht weiter.
Am Tag darauf bewegten wir uns von unserer Lodge aus auf der Panorama Route. Das Ziel war der Blyde River Canyon. Der südafrikanische Canyon ist nach dem Grand Canyon USA und dem Fish River Canyon Namibia der drittgrößte Canyon auf unserer Erde. Die Blicke in die roten Sandsteinschluchten mit dem verlaufenden Blyde River waren atemberaubend. Hier sah man einmal wieder wie vielseitig das Land ist. An den verschiedenen Aussichtspunkten waren zu unserer Freude auch die einheimischen Verkaufsstände. Hier konnte man sämtliche afrikanische Holzkunst sowie Schmuck kaufen. Anschließend gab es meistens noch einen netten Smalltalk mit den Einheimischen. Am Abend bekamen wir noch einen Insidertipp, nach ca. 800m Fußmarsch von unserer Lodge aus, sollte sich ein abgelegener Wasserfall mit Trinkwasserqualität befinden. Natürlich machten wir uns Afrika-Like zu Fuß auf den Weg. Warum Afrika-Like? Ich glaube ich kenne keine anderen Menschen die solch riesengroße Strecken zu Fuß laufen. Zum Einkaufen läuft man halt einmal 10km in das nächste Dorf .
Der Wasserfall war toll, hier erfrischten wir uns kurz und schossen beim Sonnenuntergang noch ein paar Fotos. Den Abend ließen wir dann gemütlich bei einem guten Tropfen ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kruger National Park:
Unsere letzten Tage verbrachten wir im Kruger National Park. Kurz nach dem Malelane Gate begrüßte uns die erste Nashorn Familie, gigantisch diese Tiere. Wir hatten unsere Unterkunft im Berg en Dal Camp. Unsere tolle Backsteinhütte mit afrikanischem Strohdach garantierte das Busch-Feeling. So, nun musste noch das Moskitonetz angebracht werden, schließlich befanden wir uns im Malariagebiet. mit etwas Paket- und Angelschnur war dies nach kurzer Zeit erledigt. Auch die Jahreswende verbrachten wir im Kruger. Sylvester war jedoch ganz anders, keine Feuerwerksraketen und kein Geknalle, selbst wir träumten bereits gegen 22:00Uhr von unseren Erlebnissen auf Safari und wünschten uns erst am nächsten Morgen ein frohes neues Jahr. Hier im Busch ist alles halt etwas anders. Auf unseren viele Safaris, die wir selbst gefahren sind, haben wir viele verschiedene Tiere und ihre Lebensweise sehen können. Das Highlight war eine ca. 40 köpfige Elefantenherde, hier war von der Elefantenoma bis zum Elefantenbaby alles dabei. Die erhofften Big-5 bekamen wir leider nicht zu Gesicht, der fehlende Leopard wollte sich einfach nicht zeigen. An unserem letzten Tag im Kruger National Park machten wir eine geführte Nachtsafari. Mit Handscheinwerfern bewaffnet ging es mit unserem Jeep ab in den Busch. Hierbei sahen wir einige nachtaktive Tiere und erfuhren durch unseren Ranger Informationen über sie. Auf unserer Nachtsafari bekamen wir dann auch lang erwartet unsere Löwen zu sehen. Die Löwen kamen uns so nah, dass wir sie schnaufen hören konnten. Uns war es dabei ja schon etwas mulmig, aber es war gigantisch diese großen Raubkatzen in freier Wildbahn beobachten zu können. Unser Aufenthalt im Kruger National Park war ein toller und sehr beeindruckender Abschluss einer sicherlich unvergesslichen Südafrika Reise.
Am 03.01.2013 ging es dann leider wieder zurück in Richtung Deutschland. Wir flogen vom Kruger Mpumalanga International Airport nach Johannesburg und erledigten während unserer Aufenthaltszeit am Airport unsere letzten Einkäufe. Der Sicherheitsbereich des Johannesburg Or Tambo Airports gleicht nämlich einem Einkaufszentrum. Pünktlich um 19:40Uhr startete dann unser Airbus A380-800 der Lufthansa mit einem Gewicht von genau 494 Tonnen Gesamtgewicht in Richtung Frankfurt.
Wir sagten bye bye South Africa, es war wunderschön, wir werden uns wieder sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:
Südafrika ist ein wunderschönes und sicheres Land. Es ist für jeden Geschmack etwas geboten. Ob die traumhaften Sandstrände um Kapstadt, das Gebirge des Blyde River Canyons oder die atemberaubende und vielfältige Natur mit ihrem Artenreichtum in den verschiedenen National Parks. Wir können jedem eine Reise in den Süden des afrikanischen Kontinents empfehlen. Das Abenteuer ist hier garantiert!!!

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen, und konntet es etwas nachvollziehen was ich alles auf meiner Abenteuerreise Südafrika erlebt habe.

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