Eine kleine jedoch ganz besondere Reise an die Nordsee

16 Nov 2017

Im Sommer 2017 stand eine kleine jedoch auch eine ganz besondere Reise auf dem Programm! Am Mittwoch den 23. August führte unser Weg für sieben Tage in den deutschen Norden nach Ostfriesland in das kleine Fischerdörfchen Greetsiel. 

Einige werden sich nun sicherlich fragen, was an dieser kleinen Nordseereise so besonders war?! 

Zu zweit sind Sabrina und ich schon einige Male rund um unseren Globus geflogen. Dieses Mal waren wir jedoch nicht mehr nur zu zweit unterwegs. Unser kleiner Sohn Leon begleitet uns nun nämlich durch die große weite Welt. Mit seinen noch 2,5 Monaten durfte er uns nun das erste Mal begleiten.

Nach einer angenehmen und staufreien Fahrt kamen wir am späten Mittwochnachmittag an unserem Ziel - dem Ferienhaus „4 Seesterne“ an. Wir wurden durch die Vermieterin herzlich empfangen und durch unsere gepflegte und modern eingerichtete Ferienwohnung geführt. Uns gefiel es sehr gut, hier würden wir uns während unserem Aufenthalt in Greetsiel sicherlich wohlfühlen.

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, wollten wir noch kurz einen kleinen Abstecher in die Ortsmitte machen um noch etwas einzukaufen und um zu schauen, wie es hier im kleinen Greetsiel denn ausschauen würde.

 

Der kleine ostfriesische Fischerort Greetsiel liegt unmittelbar an der sogenannten Leybucht. Die Leybucht ist eine kleine Bucht an der Westküste Ostfrieslands. Im Hafen von Greetsiel ist die größte Kutterflotte Ostfrieslands beheimatet. Teilweise liegen im Hafen von Greetsiel bis zu 30 Krabbenkutter. Auch wenn die Gezeiten eine große Rolle spielen, ist der Hafen gezeitenunabhängig. Durch eine Schleuse an der Leyhörn, dem in der Leybucht befindlichen Naturschutzgebiet, hat Ebbe und Flut hier ihren Einfluss verloren.

 

Durch sommerliches Wetter an der Nordsee, konnten wir viel an der frischen Luft unternehmen. Lange gemütliche Deichspaziergänge prägten unseren Urlaub. Ein nettes Anlaufziel war hierbei ein recht bekannter Leuchtturm. Der Leuchtturm von Pilsum! Der 11 Meter hohe Leuchtturm diente bis in das Jahr 1915 als Leuchtfeuer der Emshörnrinne. Heute ist der Turm das Wahrzeichen Ostfrieslands. Vor allem durch den Kinofilm „Otto der Außerfrisische“ gewann der gelbrote Leuchtturm an Bekanntheit. Während unseren langen Spaziergängen ließen sich viele Vogel- und Gänsearten sowie der Wechsel von Ebbe und Flut beobachten.

 

Von Greetsiel aus machten wir einen kleineren und einen größeren Ausflug in die Umgebung. An einem Vormittag besuchten wir die Seehafenstadt Emden. Wir bummelten durch die Stadtmitte mit Stadtgarten und anliegender Einkaufsstraße. Die Emder Innenstadt wirkte an manchen Stellen etwas verlassen. Wer Einkaufsstraßen aus größeren Städten gewohnt ist, kommt hier wohl weniger auf seine Kosten. Unser zweites Ausflugsziel entsprach mehr unserem Geschmack. Am Montagmorgen den 28.08.2017 fuhren wir in das 20km entfernte Örtchen Norddeich. Von hier aus fahren nämlich die Autofähren der Reederei Frisia mit Kurs auf die Nordseeinsel Norderney. Nach einer Stunde Fahrzeit legte unsere Fähre im kleinen Hafen von Norderney an. Das Wetter war heute wieder genial. Sonnenschein und blauer Himmel spielten uns in die Karten. Wir fuhren in die Mitte der 26,3 Quadratkilometer großen Insel. Wir fuhren der Straße „Am Leuchtturm“ in östlicher Richtung bis zum Straßenende entlang. Hier gelangten wir an einen recht leeren Wander-Strandparkplatz. Von hier aus machten wir einen langen Strandspaziergang. Leon durfte das Rauschen der Wellen aus seiner Manduka genießen. Wenn man den Kilometer langen Stränden auf Norderney folgt, erlischt schnell das Gefühl, dass man sich hier auf einer Nordseeinsel befindet. Wenn die Wassertemperatur nicht so frisch gewesen wäre, hätte man leicht in ein Mittelmeerfeeling verfallen können. Nach unserem Spaziergang fuhren wir weiter nach Norderney-Stadt. Hier bummelten wir vor unserer Rückfahrt durch die kleinen Einkaufsstraßen mit netten kleinen Lädchen. Norderney ist wirklich eine tolle kleine Insel und auf jeden Fall einen Besuch wert! Hier werden wir bestimmt wieder einmal her kommen, besonders die sauberen Strände sind für einen Urlaub mit Kindern bestens geeignet. Mit unserem Inselausflug neigte sich unsere Reise auch schon langsam wieder dem Ende zu. An unserem letzten Urlaubstag besuchten wir in Greetsiel die Zwillings-Windmühlen, das Nationalpark-Haus Wattenmeer und gingen auf unserem Weg dorthin noch das ein oder andere Mitbringsel einkaufen. Am Abend besuchten wir nochmals den Pilsumer Leuchtturm und verabschiedeten uns bereits vom Wattenmeer. 

Es war eine wirklich schöne kleine Reise an die Nordsee! Obwohl wir den heißen Sommertemperaturen bei uns im Süden entfliehen wollten, begleitete uns über unseren Urlaub bis zur Abreise warmes sommerliches Wetter. Auch unser kleiner Leon hatte sichtlich Spaß und konnte bereits die erste kleine Nase Weltenbummler-Luft schnuppern.

Reisen macht glücklich! Dieses spezielle Glück sollen auch unsere Kinder zukünftig erfahren und dabei lernen, lernen zu tolerieren und zu respektieren, egal woher ein Mensch kommt, welche Hautfarbe er trägt oder welchen Glauben er verfolgt. Lernen zu geben, lernen zu teilen und jedem Menschen mit der angemessenen Freundlichkeit zu begegnen sowie die Natur zu pflegen und zu schützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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